Assassin’s Creed – Filmkritik & Trailer

        Assassin's Creed Filmkritik    

Assassin’s Creed – Die Story

Der zum Tode verurteilte Mörder Callum Lynch (Michael Fassbender) wacht nach seiner Hinrichtung erstaunlich lebendig in einem ihm unbekannten Labor auf. Dafür verantwortlich ist Abstergo Industries und das Projekt von Sophia Rikkin (Marion Cotillard), der leitenden Wissenschaftlerin, die auf der Suche nach dem Apfel aus dem Garten Eden ist, der den Samen der ersten Sünde enthalten soll. Mit dessen Hilfe verspricht Rikkin sich, die Menschheit von ihrer Gewaltbereitschaft heilen zu können.

Callum soll deshalb, denn er ist ein Nachfahre eines berühmten Assassinen, mit Hilfe der Animus getauften Hightechgerätschaft in die Erinnerungen seines Vorfahren eintauchen und herausfinden, wo sich das kostbare Kleinod befindet. Callum, der somit völlig unvorbereitet in die Sache hineinstolpert, fängt an, Stück für Stück dahinterzusteigen, was hier gerade passiert und welchen Platz er in diesem großen Ganzen einnimmt.

Doch Alan Rikkin (Jeremy Irons), Vater von Sophia, Direktor des Konzerns und hochrangiger Funktionär des Templerordens und seine Ordensbrüder und -schwestern hat andere Pläne mit dem wichtigen Apfel. Und so steht Callum bald vor der Frage, auf welcher Seite in diesem großangelegten Kampf, der bereits über viele Jahrhunderte geht, er steht.
 

 

Das Kultspiel auf der großen Leinwand

Seit Konsolen- und Computerspiele in fast allen Haushalten dieser Welt angekommen sind und Spiele einen gleichwertigen Stand zu Filmen aufgebaut haben, ist auch das Interesse der filmenden Branche daran merklich gestiegen. Wo einst noch die Helden aus den Kinos in meist mehr schlecht als recht umgesetzten Spieleadaptionen landeten und allenfalls die ganz großen Spielefiguren mal einen, oft recht grottigen, Leinwandauftritt bekamen, verschmelzen die Branchen heutzutage an einigen Punkten immer mehr.

Fast jedes größere Spiel wird in der Zwischenzeit in Betracht gezogen, um auf der großen Leinwand zu landen. Ein Spiel, das es nun nach dem X-ten Teil der Spielereihe geschafft hat, ist Assassin’s Creed.

Mit „Assassin’s Creed“ dem gleichnamigen Film bekommt der Zuschauer nun Teile aus dem Assassin’s Creed Universum in neuer Form präsentiert. Das Ganze dabei in beeindruckender Optik, die das durchaus schicke Spiel deutlich in den Schatten stellt. Mit tollen Kamerafahrten, Szenenbild, CGI und Kampfszenen muss sich der Streifen im aktuellen Kino nicht verstecken.

Auch der Cast ist hochwertig besetzt. Während es im Game noch der Spieler selbst ist, der den Hauptprotagonisten spielt, schlüpft hier kein geringerer als Michael Fassbender in die Doppelrolle. Ebenso sind mit Marion Cotillard, Jeremy Irons, Brendan Gleeson und Charlotte Rampling die wichtigsten Rollen hochkarätig gewählt.

Doch leider reicht ein guter Cast und schöne Optik nicht aus, um einen wirklich überragenden Film zu erschaffen. Dank der Komplexität und Verworrenheit der ganzen Geschichte rund um Animus, Assassinen, Templer, Zeitenwechsel und die Machenschaften hinter den Kulissen der Gruppierungen, kommt man – sofern man keines der Spiele gespielt hat – nicht immer gleich mit. Zudem werden so viele Dinge in den Topf geworfen, dass kaum Platz bleibt, auch nur etwas vom großartigen Potential der Darsteller auszuschöpfen. Eine reduzierte und fokusierte Auswahl hätte hier durchaus geholfen. Darüber hinaus wird die Handlung gerade gegen Ende hin auch noch stellenweise sehr unlogisch. Was unter Umständen auch der vorangeschrittenen Laufzeit geschuldet sein mag. So reicht es nicht ganz, um DAS nächste große Ding im Bereich der Videospieleverfilmungen zu werden.
 

Fast ein Hit

„Assassin’s Creed“ ist dennoch ein interessanter Film in beeindruckenden Bildern, bei dem die Handlung aufgrund der komplexen Spielvorlage und dem Versuch, vieles unterbringen zu wollen, leider etwas zu verworren gerät. Als Fan der Spielereihe kann man aber trotzdem durchaus einen Blick riskieren.

 

Assassin's Creed Filmposter
Kinostart: 27. Dezember 2016
 

Fotos: Fox Deutschland



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