All Eyez on Me – Filmkritik & Trailer

        All Eyez on Me - Filmkritik & Trailer    

All Eyez on Me – Die Story

Tupac Shakur (Demetrius Shipp Jr.) wächst unter denkbar schlechten Bedingungen in New York auf. Während er seinen Vater gar nicht kennt und sein Stiefvater wegen Bankraub im Gefängnis sitzt, muss Tupac sich um seine Familie kümmern. Erst als er die Möglichkeit erhält, sich als Rapper zu präsentieren und mit seinem ersten Soloalbum großen Erfolg erzielt, bessert sich die Lage für ihn und seine Familie.

Mit weiteren Platten und zunehmendem Erfolg gerät er dabei jedoch immer mehr in die glamuröse Welt der Mächtigen, deren Leben nur aus Geld, Frauen und Drogen zu bestehen scheint. Dabei werden aus Freunden Feinde und die Fehde zwischen East-Coast und West-Coast entwickelt immer brutalere Züge. Doch Tupac denkt gar nicht daran zurückzustecken und heizt die ganze Sache erst richtig an.

 

 

Rapstar im Hollywoodgewand

Mit All Eyez on Me präsentiert Regisseur Benny Boom einen verklärten Blick auf den einstigen Star der Rapszene und dessen Leben.

Mit Hilfe eines (nachgestellten) Interviews, das Tupac 1995 im Gefängnis führte und jeder Menge Rückblenden, versucht der Film, die gesamte Lebensgeschichte von Tupac Shakur an den wichtigsten Punkten zu fixieren. Das gerät an vielen Stellen eher holprig, verliert sich aber im Laufe des Films, da die Ereignisse auch über die Zeit des Interviews bis zum Tod des Rappers weitererzählt werden.

Ab dem Punkt im Film, an dem die eigentliche Geschichte nicht mehr durch die Interviewparts unterbrochen wird, gerät der Film in sich deutlich runder, lässt aber die kritische Stimme des Reporters vermissen, der die Handlungen von Tupac hinterfragt und ihn damit konfrontiert.

Die wirkliche Stärke des Films liegt dann auch mehr in den Darstellern und Bildern. Mit optisch starken Momenten und gut gecasteten Darstellern, die die Originale erstaunlich gut treffen, kommt gelegentlich ein 8 Mile-Feeling auf, das gut unterhält und nachdenklich zugleich macht.

 

Keine Dokumentation

Insgesamt nimmt sich All Eyez on Me viele Freiheiten und ist nie darum bemüht, ein nüchternes und realistisches Bild zu schaffen. All Eyez on Me will die Legende eines der größten Raptalente aufleben lassen und unterhalten.

Für Rapfans und Interessierte durchaus einen Besuch wert, als Dokumentation taugt der Film eher weniger.

 

All Eyez on Me Kinoposter
Kinostart: 15. Juni 2017
Filmlänge: 2 Std. 20 Min.

 

Fotos: Constantin Film Verleih

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