10 Cloverfield Lane – Filmkritik & Trailer

           

10 Cloverfield Lane – Die Story

Als Michelle (Mary Elizabeth Winstead) zu sich kommt, liegt sie verletzt und angekettet in einem kahlen Raum. An das was unmittelbar davor passiert ist, hat sie keinerlei Erinnerungen. Alles was sie weiß ist, dass sie ihren Freund Ben verlassen wollte, sich in ihr Auto setzte und losfuhr.

Nun steht auf einmal der grobschlächtige Howard (John Goodman) in ihrer Zelle und erklärt ihr, dass es einen Angriff auf das Land gab, von wem auch immer und sie nun in seinem Bunker in Sicherheit sei. Doch auch wenn neben Howard noch der deutlich nettere Emmett (John Gallagher, Jr.) mit im Bunker feststeckt, für Michelle ist klar, das was Howard erzählt ist eine einzige große Lüge um sie festzuhalten. Und so setzt sie alles daran, dem Irrsinn zu entkommen.

 

 

Gute Geschichten erzeugen gute Filme

J. J. Abrams und Dan Trachtenberg beweisen mit 10 Cloverfield Lane, dass man mit einer starken Geschichte und guter Inszenierung auch mit einem Budget von (nur) 15 Millionen US-Dollar einen unglaublich guten und hochwertig aussehenden Film erschaffen kann.

Eine der größten Stärken ist die gute Besetzung der Hauptcharaktere. John Goodman ist als Howard Stambler eine Bank in dem was er hier abliefert. Er zeigt alle Facetten seiner Rolle und lässt den Zuschauer nicht selten die Luft anhalten, so beeindruckend ist das was er zeigt. Doch auch seine Mitspieler Mary Elizabeth Winstead und John Gallagher, Jr. geben alles, um der Handlung dienlich zu sein und die Geschichte zu einem krassen Erlebnis für den Zuschauer zu machen. In vielen Momenten scheint es, als würde das gute Spiel des einen das Spiel der anderen beflügeln. Und so schaukelt sich das Trio gegenseitig zu Bestleistungen hoch.

Ein weiterer großer Pluspunkt ist die starke Inszenierung. Der Film kommt in weiten Teilen recht reduziert daher, was aber für diese Geschichte genau der richtige Ansatz ist und sich dann auch in den geringen Produktionskosten von ungefähr 15 Millionen Dollar widerspiegelt. Doch was 10 Cloverfield Lane aus seinem Budget macht, ist beachtlich. Setdesign, Filmlook, Kamera und musikalische Untermalung sind absolut rund und passen zur gesamten Tonalität der Geschichte. Das führt dazu, dass, egal was passiert, der Betrachter nie aus der Handlung geworfen wird, sondern viel mehr immer tiefer mit hinein gezogen wird.

Der wichtigste Punkt, den leider immer öfter (gerade groß aufgemachte) Filme vermissen lassen, ist jedoch die Story. Hier präsentiert uns Regisseur Dan Trachtenberg eine immer aufs neue überraschende Handlung, voller hin und her, Höhen und Tiefen, zu keinem Zeitpunkt das Gefühl aufkommen lassend, dass das Gesehene so doch schonmal da war. Und genau diese Spannung und frische Art der Geschichte ist es, die den Film neben allen anderen genannten Punkten von einem guten zu einem sehr guten Film erhebt.
 

Achtung Hochspannung!

Trotz unglaublich gut geratenem Film, ist der Streifen nicht für jedermann. Als Kinobesucher sollte man hier schon über starke Nerven verfügen und auf Filme stehen, die einen fast ununterbrochen in Anspannung halten und bangen lassen, was wohl im nächsten Augenblick passiert. Wer diese Art Film jedoch gerne mag, bekommt mit 10 Cloverfield Lane ein Meisterwerk an Erzählkunst und Spannungsaufbau.

 
10 Cloverfield Lane
Kinostart: 31. März 2016
 

Fotos: © Paramount Pictures Germany



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